Ursel Bäumer – Louise

„Ich bin auf der Suche nach etwas, von dem ich glaube, dass ich es in der Kunst finden werde, ohne dass ich weiß, was es ist.“ (134)

Sara Mesa – Die Familie

„Trau dich, einzutreten. Vielleicht ist schon jemand dort, du weißt es nicht. Falls ja, sei still, zieh dich zurück. Falls nein, schließ nicht ab. Es gibt keinen Schlüssel.“ (7)

Lucy Fricke – Das Fest

„Warum hörte man auf mit den Dingen, die gut für einen waren, machte weiter mit denen, die einen zersetzten? Warum zog es ihn immer nach unten.“ (21)

Katharina Hagena – Flusslinien

„Seit Margrit hier lebt, erscheint ihr die Zeit wie die Strömung im Inneren der Elbe, von außen nicht sichtbar, doch alles was in ihre Nähe kommt, wird unaufhaltsam in die Tiefe gezogen.“ (71)

Hannes Köhler – Zehn Bilder einer Liebe

„Scheiß auf Romantik, die düstere, die schwere. Aufgeklärte Liebe, denkt sie, ist keine schwächere Liebe, Liebe, die jeden Tag oder jede Minute aufs Neue entscheidet, dass sie bleibt, ist am Ende viel mehr wert.“ (220)

Rebekka Frank – Stromlinien

„Niemand auf dieser Welt kannte Jale schließlich so gut wie ich. Sie war ein Teil von mir. Und die Marsch ein Teil von uns“ (71)

Joachim B. Schmidt – Ósmann

„niemandem fiel auf, dass sich tief in Ósmanns Augen, verborgen hinter einem kümmerlichen Flackern, ein Abgrund aufgetan hatte, der tiefer war als der Skagafjord.“ (192)