Katerina Poladjan – Goldstrand

„ich sah alles gleichzeitig und konnte nichts mehr auseinanderhalten. Ich wollte alles auf einmal sagen, blieb aber stumm, denn meine Gedanken überlagerten sich wie ein Film, dessen Einzelbilder alle gleichzeitig auf die Leinwand projiziert werden.“ (126)

Annett Gröschner – Schwebende Lasten

„Manchmal hatte Hanna das Gefühl, dass Blumen ihre eigentlichen Kinder waren, selbst als Schnittblumen waren sie noch empfindliche Wesen. Und sie taten ihr nicht weh.“ (33)

Ursel Bäumer – Louise

„Ich bin auf der Suche nach etwas, von dem ich glaube, dass ich es in der Kunst finden werde, ohne dass ich weiß, was es ist.“ (134)

Sara Mesa – Die Familie

„Trau dich, einzutreten. Vielleicht ist schon jemand dort, du weißt es nicht. Falls ja, sei still, zieh dich zurück. Falls nein, schließ nicht ab. Es gibt keinen Schlüssel.“ (7)

Lucy Fricke – Das Fest

„Warum hörte man auf mit den Dingen, die gut für einen waren, machte weiter mit denen, die einen zersetzten? Warum zog es ihn immer nach unten.“ (21)

Katharina Hagena – Flusslinien

„Seit Margrit hier lebt, erscheint ihr die Zeit wie die Strömung im Inneren der Elbe, von außen nicht sichtbar, doch alles was in ihre Nähe kommt, wird unaufhaltsam in die Tiefe gezogen.“ (71)

Hannes Köhler – Zehn Bilder einer Liebe

„Scheiß auf Romantik, die düstere, die schwere. Aufgeklärte Liebe, denkt sie, ist keine schwächere Liebe, Liebe, die jeden Tag oder jede Minute aufs Neue entscheidet, dass sie bleibt, ist am Ende viel mehr wert.“ (220)