Christine Wunnicke – Wachs
„Frauen, vermute ich, werden deshalb in allem so gut, weil man es ihnen so schwer macht“ (100)
Jazmina Barrera – Leuchttürme
„Man kann den Leuchtturm nicht ohne das Meer denken. Denn beide sind eins und zugleich gegensätzlich.“ (27)
Adrian Asllani und Larissa Schneider (Hrsg.) – Nordsee
„Auf einer Nordseeinsel, irgendwo in Jütland, Friesland oder Zeeland, gibt es eine Frau, die einen Mann von einem Hafen abholt..“ (Auszug aus „Knochenzäune “ von Dörte Hansen)
Sirka Elspaß – hungern beten heulen schwimmen
dem hunger kann ich abgewinnen /
dass er nicht geht dem beten /
dass mich jemand sieht dem schwimmen /
ein ziel (9)
Jaqueline Scheiber – Schwimmen Schweben
„Da bin nur ich und ich bin eine von euch. Eine Schwimmerin“ (15)
Julia Wolf – Du, hier
„dieses Ich, das bin ich gar nicht. Und das ist verwirrend, eine Art doppelte Verwechslung.“ (225)
Son Lewandowski – Die Routinen
„Ich weiß nicht mehr, wann sich das Handwerk in meine Bewegungen geschlichen hat, wann sich die Wiederholungen so präzise erinnerten, dass sie klüger wurden als ich“ (25)
Han Kang – Die Vegetarierin
„Vielleicht gingen in ihr aber auch Dinge vor, die sich kein anderer vorstellen konnte.“ (90)
Liv Thastum – åben die erda
„vind, vand, / vögel, menschen haben den kalkfels bebaut. Im fundament spuren, spyllern sich / “ (16)
Meral Kureyshi – Im Meer waren wir nie
„Im Meer waren wir nie, sagt Lili, als sie im Bett liegt. Winter liebte das Meer. Die Weite, den großen Himmel. Wir waren schon am Meer, doch es war zu kalt, um ins Wasser zu gehen. Er schenkte mir das Meer zu meinem Geburtstag.“ (116)
