Colm Tóibín – Nora Webster

Colm Tóibín ist einer der bekanntesten Autoren der irischen Gegenwartsliteratur. Sein Roman „Nora Webster“ (2016) erzählt die eindrucksvolle Geschichte einer Frau, die nach dem Verlust ihres Mannes im Irland der 1960er Jahre zu sich selbst findet. Während der Lektüre diskutieren wir Themen wie Trauer, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Wandel. Wir lesen den Roman in deutscher Übersetzung. […]

Brigitte Reimann – Katja

„vielleicht wäre sie umgekehrt, vielleicht hätte sie jenes Wort gefunden, das Brücke werden konnte zwischen ihnen.
Aber es blieb steinstill am Ufer.“ (97)

Sarah Lorenz – Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken

„Ich finde Widersprüche faszinierend, das ist es auch, was ich an deinen Gedichten so schätze, du verbindest das Schwere, kaum zu Ertragende mit einem Witz und einer Leichtigkeit, die zunächst konträr erscheinen. Dabei sind sie das gar nicht, sie bilden das Leben ab und spenden Hoffnung.“ (131)

Sara Mesa – Die Familie

„Trau dich, einzutreten. Vielleicht ist schon jemand dort, du weißt es nicht. Falls ja, sei still, zieh dich zurück. Falls nein, schließ nicht ab. Es gibt keinen Schlüssel.“ (7)

Lucy Fricke – Das Fest

„Warum hörte man auf mit den Dingen, die gut für einen waren, machte weiter mit denen, die einen zersetzten? Warum zog es ihn immer nach unten.“ (21)

Katharina Hagena – Flusslinien

„Seit Margrit hier lebt, erscheint ihr die Zeit wie die Strömung im Inneren der Elbe, von außen nicht sichtbar, doch alles was in ihre Nähe kommt, wird unaufhaltsam in die Tiefe gezogen.“ (71)

Hannes Köhler – Zehn Bilder einer Liebe

„Scheiß auf Romantik, die düstere, die schwere. Aufgeklärte Liebe, denkt sie, ist keine schwächere Liebe, Liebe, die jeden Tag oder jede Minute aufs Neue entscheidet, dass sie bleibt, ist am Ende viel mehr wert.“ (220)

Rebekka Frank – Stromlinien

„Niemand auf dieser Welt kannte Jale schließlich so gut wie ich. Sie war ein Teil von mir. Und die Marsch ein Teil von uns“ (71)