Ulrich A. Boschwitz „Der Reisende“

Literatur lesen und darüber reden Erst 2018 ist „Der Reisende“ des jüdischen Autors, verfasst 1938, in Deutschland publiziert worden. Ein bedeutendes Zeitdokument, das nichts von seiner Brisanz verloren hat. Bei der Lektüre nähern wir uns kapitelweise der Hauptfigur des Romans, dem jüdischen Geschäftsmann Otto Silbermann und seiner schicksalhaften Flucht durch Deutschland der NS-Zeit. Kursdaten: 28. […]

Neue Väter braucht die Literatur!?

Neueste Romane über Väter Vater – ein überholtes Rollenmodell oder doch einer der wichtigsten Menschen im Leben? Auf jeden Fall eine spannende Romanfigur, die in den letzten Jahren in vielen Gegenwartstexten im Zentrum stand. Bei der gemeinsamen Lektüre der Romane „Der alte König in seinem Exil“ (2011) von Arno Geiger und „Vater und ich“ (2021) […]

Siegfried Lenz in Hamburg

Seit Kindertagen hat Siegfried Lenz eine besondere Beziehung zum Element Wasser. Hamburg, von Wasser umgeben und durchzogen, wird für Lenz daher schnell zur zweiten Heimat. Die ruhig fließende Elbe ebenso wie der pulsierende Hamburger Hafen sind für den Autor eine unerschöpfliche Quelle seiner Literatur. In zahlreichen Erzählungen und Romanen horcht Lenz in die Welt der […]

Dörte Hansen in Nordfriesland

Dörte Hansen, in einem nordfriesischen Dorf nahe Husum aufgewachsen, bringt in ihrem Roman „Mittagsstunde“ anderthalb Jahrhunderte nach Theodor Storm das im beispielhaften Dorf Brinkebüll Unausgesprochene samt seiner Hintergründe wortwörtlich und lebendig zur Sprache. Kursdaten: 20. – 25. August 2023 (40 UStd.) I Breklum I einwöchige Bildungszeit innerhalb der Reihe „Literatur an Ort und Stelle“

Schweigen brechen – literarische Erzählräume öffnen

Wir lesen und diskutieren gemeinsam den Roman „Die Summe des Ganzen“ (2022) von Steven Uhly. Wie schnell können Menschen manipuliert werden? Wie entwickeln sich Täter- und Opferzuschreibungen? Wie können traumatische Erfahrungen durchbrochen werden? Der Autor begegnet erzählerisch vielschichtig und umsichtig dem Thema „Missbrauch“, nutzt eine geschickte Erzählperspektive und psychologische Figurenzeichnungen, um bei den Lesenden grundlegende […]

Judith Hermann „Daheim“

…. Erzählen zwischen Sehnsucht und Vergeblichkeit Rastlose Charaktere, lakonische Sprache, rätselhafte Leerstellen – seit ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ (1998) gilt Judith Hermann mit ihrem besonderen Erzählstil als eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Im Roman „Daheim“ (2021) ist es ein entlegener Küstenort Frieslands, an dem die Autorin ihre Figuren nach Zugehörigkeit, Nähe und einer […]

Online: Short Storys

Im Seminar lesen und besprechen wir Neuerscheinungen deutschsprachiger wie internationaler Kurzgeschichten. Wie erzählen Gegenwartsautor*innen in epischen Kurzformen? Gibt es wiederkehrende Erzählmuster und Themen? Auf der Leseliste stehen u.a. Marica Bodrožić und Lauren Groff. (Fremdsprachliche Texte lesen wir in deutscher Übersetzung) Kursdaten: 06. November – 04. Dezember 2023 (5x je 2 Zeitstunden) I montags, 17:00 – […]

Online: Short Storys afroamerikanischer Autorinnen

Im Seminar lesen wir Short Storys afroamerikanischer Autorinnen der Gegenwartsliteratur und wollen in gemeinsamen Diskussionen einen vielschichtigen Zugang zur (post)kolonialen Geschichte finden. Unsere Lektüre steht im Kontext eines weltweiten Aktionsmonats: Der „Black History Month“ findet jährlich im Februar statt und legt einen besonderen Fokus auf die Aufarbeitung Schwarzer Geschichte sowie auf die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung […]

Wege zur Demokratie – Aufbruch in der Literatur

Der Kampf um Freiheit und Mitbestimmung bis hin zum Tyrannenmord, das Erstarken eines demokratischen Bewusstseins, der Einzelne im Konflikt mit einem Gesellschaftssystem – all das spielt in literarischen Texten eine zentrale Rolle. Fast immer erscheinen Demokratie, Freiheit oder Gerechtigkeit ex negativo: Über die Darstellung von Unfreiheit, Gewaltherrschaft und Ausbeutung wird in Kunst und Literatur das […]

Verortung im Jetzt – Neue grenzüberschreitende Literatur

Die Themen Zugehörigkeit und Identität nehmen in Gegenwartsromanen einen hohen Stellenwert ein. Im Kontext der aktuellen Diskurse um Transnationalität und Gender Identität nähern sich insbesondere junge Autor:innen über Familien- und Herkunftsgeschichten den existentiellen Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehören wir? Wie können wir über Brüche biografischer Koordinaten erzählen? Anhand von „Die Lüge“ von Mikita Franko […]