Annett Gröschner – Schwebende Lasten
„Manchmal hatte Hanna das Gefühl, dass Blumen ihre eigentlichen Kinder waren, selbst als Schnittblumen waren sie noch empfindliche Wesen. Und sie taten ihr nicht weh.“ (33)
Ottessa Moshfegh – Mein Jahr der Ruhe und Entspannung
„Ich würde Halt finden. Wenn ich aus der Höhle heraustrat, zurück ans Licht, wenn ich endlich aufwachen würde, wäre alles neu – die ganze Welt.“ (285)
Melanin Garanin – Mein Freund Rilke
Das ist mein Fenster. Eben
bin ich so sanft erwacht.
Ich dachte, ich würde schweben.
Bis wohin reicht mein Leben,
und wo beginnt die Nacht?“
(Aus Rainer Maria Rilke Die Liebende, zitiert nach „Mein Freund Rilke“)
Nelio Biedermann – Lázár
„das Glück aber meidet die Sprache, entzieht sich den Wörtern, versteckt sich in der Vergänglichkeit und zerfällt, wenn man es zu erklären versucht.“ (108)
Dorothee Elmiger – Die Holländerinnen
„In der Nacht habe sie sich dem Urwald gänzlich ausgeliefert gefunden. Er sei von einem ungeheuren, ja höllischen Lärm erfüllt gewesen, der aus allen Richtungen auf sie eingedrungen sei, dem Lärm des brodelnden Waldes, in dem alles lebe und schreie und sterbe“ (41)
Antje Rávik Strubel – Der Einfluss der Fasane
„Früher oder später erkennen sie dich und wenden sich ab, hatte ihre Mutter einmal gesagt. Einer der wenigen Sätze, der ihr je gelungen war.“ (183)
Paola Lopez – Die Summe unserer Teile
„Ihre Mutter war nie nur eine Person, sie war schon immer mehrere gewesen. Sie selbst sagte häufig: „Wir sind die Summe unserer Teile“ (51)
Ursel Bäumer – Louise
„Ich bin auf der Suche nach etwas, von dem ich glaube, dass ich es in der Kunst finden werde, ohne dass ich weiß, was es ist.“ (134)
Thea Mengeler – Connect
„Das Draußen ist es, was sie erstickt. Draußen könnte sie nicht überleben. Nicht mehr.“ (262)
Brigitte Reimann – Katja
„vielleicht wäre sie umgekehrt, vielleicht hätte sie jenes Wort gefunden, das Brücke werden konnte zwischen ihnen.
Aber es blieb steinstill am Ufer.“ (97)
